Theaterwissenschaft München
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Olivi, Dr. Laura

Dr. Laura Olivi

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Biografie

Laura Olivi studierte Germanistik an der Philosophischen Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft in Bologna und absolvierte von 1984-1986 ein Forschungsstudium der Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie promovierte in Germanistik mit der Dissertation über Bertolt Brechts Arbeit am Berliner Ensemble „Brecht regista. Memorie dal Berliner Ensemble“, die mit einem Essay von Claudio Meldolesi 1989 im Casa Editrice Il Mulino, Bologna veröffentlicht wurde. 2015 wurde das Buch im Casa Editrice CUEPRESS neu aufgelegt und in mehrere Sprachen übersetzt.
1986 Veröffentlichung des Buches „Bravo! Tra palcoscenico e set: il mestiere dell’attore nella Germania del Novecento“ (Zwischen Set und Bühne: Der Beruf des Schauspielers im Deutschland des 20. Jahrhunderts), La Casa Usher, Firenze (herausgegeben von Leonardo Quaresima). Interviews mit Gerhard Bienert, Curt Bois, Edith Clever, Bruno Ganz, Jutta Lampe, Hanna Schygulla, Hans- Jürgen Syberberg, Rüdiger Vogler und Angela Winkler.
Laura Olivi arbeitete von 1987-2000 als Dramaturgin an den Münchner Kammerspielen.
1992 – 2007 Szenische und sprachliche Einstudierung der Rezitative in Inszenierungen der Bayerischen Staatsoper (Musikalische Leitung: Zubin Metha, Peter Schneider).
Von 2001-2021 arbeitete sie als Dramaturgin am Residenztheater München sowie an diversen Bühnen im In- und Ausland, u. a. mit Regisseur:innen wie Jan Bosse, Ivica Buljan, Gabriela Carrizo (Peeping Tom), Barbara Frey, Herbert Fritsch, Tilmann Köhler, Franz Xaver Kroetz, Martin Kušej, Antonio Latella, Marius von Mayenburg und Gerhard Polt.
2016- 2018 konzipierte und leitete Laura Olivi am Residenztheater München das Theaterprojekt „WELT/BÜHNE“, eine Plattform für internationale junge Dramatik. Fünfzehn bisher in Deutschland unbekannte Autor:innen aus elf Ländern stellten ihre Arbeiten in szenischen Lesungen vor und erarbeiteten zusammen mit dem Ensemble des Residenztheaters Inszenierungen im Marstall Theater.
Sie unterrichtete von 2002-2020 Dramaturgie – Konzeptarbeit an der Theaterakademie August Everding.
2010 Jurymitglied beim Autorenfestival Mülheimer Theatertage.
2011 Mitbegründerin von E:UTSA in St. Petersburg: EUROPE: UNION Of THEATRE SCHOOLS AND ACADEMIES (als Vertreterin der Theaterakademie August Everding).
2011-2015 Initiatorin und Leiterin des „Laboratorio: Finestra sulla drammaturgia tedesca” an der Accademia Paolo Grassi di Milano.
Im Hörverlag erschienen seit 1997 u. a. folgende Livelesungen als Hörbuch, bei denen sie für die Textfassung und die Regie verantwortlich zeichnete. Dazu zählen u. a. Homer „Odyssee“ (mit Thomas Holtzmann), Homer „Ilias“, Vergil „Aeneis“, Ovid „Metamorphosen“, Dante Alighieri „Göttliche Komödie“, Gottfried von Straßburg „Tristan und Isolde“, Wolfram von Eschenbach „Parzival“, Heinrich von Kleist „Erzählungen“ (alle mit Rolf Boysen) und J.W. von Goethe „Die Leiden des jungen Werthers“ (mit Michael Maertens).

Sie richtete zahlreiche szenische Lesungen ein, u.a. 2006 an der Bayerischen Staatsoper die „Tagebücher von Robert und Clara Schumann“ (mit Juliane Köhler und Stephan Wilkening), 2009 „Die Küste Utopias“ von Tom
Stoppard (mit Sunnyi Melles, Peter Jordan, Stefan Hunstein, Alexander Khuon) bei den Salzburger Festspielen, 2015-2017 bei der Ruhrtriennale Dante Alighieri „Göttliche Komödie“, „Inferno“(2015),“Purgatorio“(2016),“Paradiso“(2017), 2018 „Best Of Crazy Bavarian Anarchy, Achternbusch-Theatertexte live on Stage“ zum 80. Geburtstag von Herbert Achternbusch im Münchner Volkstheater, mit Maja Beckmann, Samouil Stoyanov (Münchner Kammerspiele), Jonathan Hutter, Mara Widmann (Münchner Volkstheater), Aurel Manthei, Franz Pätzold (Residenztheater München).

Ihre Textfassung von Jean Sibelius „Der Sturm“ inszenierte sie 2016 in der Tonhalle Düsseldorf und 2021 an der Oper Graz.

2020 wurde ihr Projekt „Eine Göttliche Komödie Dante<>Pasolini“ am Residenztheater (Inszenierung: Antonio Latella) zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Für „Impresario Dotcom“ von Lubica Čekovská verfasste sie das Opernlibretto, die Uraufführung inszenierte Elisabeth Stöppler 2020 im Festspielhaus der Bregenzer Festspiele.